die geschichte des krampus treiben

Der Krampus ist ein traditioneller Begleiter des Heiligen Nikolaus im Alpenraum (Österreich, Bayern), der am 5. Dezember als furchterregende Gestalt unartige Kinder bestraft. Ursprünglich aus vorchristlichen Winterbräuchen entstanden, um böse Geister zu vertreiben, verschmolz der haarige Teufel mit Hörnern, Rute und Glocken im 17. Jahrhundert mit dem Nikolausbrauchtum. 

  • Ursprung & Geschichte: Die Wurzeln liegen im heidnischen Brauchtum, wo Schreckgestalten zur Wintersonnenwende (Rauhnächte) böse Nebel- und Wintergeister vertreiben sollten. Der Name leitet sich vom altdeutschen Wort Krampen (Kralle) oder bairischen Krampn (etwas Vertrocknetes/Verdorrtes) ab.

 

  • Krampus vs. Perchten: Während Krampusse als Begleiter des Nikolaus auftreten, sind Perchten (die oft mit ihnen verwechselt werden) eher in den Rauhnächten zwischen Weihnachten und dem 6. Jänner unterwegs, um das Frühjahr einzuläuten.

 

  • Aussehen & Brauchtum: Der Krampus trägt ein Fell aus Schaf- oder Ziegenbock, eine Larve (Maske) aus Holz mit Hörnern (meist von Steinböcken oder Gämsen), Kuhglocken und eine Rute. Die Larven sind oft kunstvoll geschnitzt.

 

  • Krampusläufe & Krampuspassen: In vielen Regionen, besonders in Salzburg, Tirol und dem Salzkammergut, ziehen organisierte Gruppen, sogenannte „Passen“, mit lautem Getöse durch die Orte.

 

  • Tradition: Der Brauch ist eng mit der Kirche verbunden, wo der Nikolaus die braven Kinder belohnt und der Krampus die unartigen mit der Rute bestraft.